BIENE – Bürgerinitiative Erhalt Naherholungsgebiet Elfrather See
BIENE – Bürgerinitiative Erhalt Naherholungsgebiet Elfrather See
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BIENE Krefeld · Stand 27.09.2026

Masterplan Elfrather See

Der Masterplan betrifft die Entwicklung des Erholungs- und Sportparks insgesamt. BIENE behandelt ihn deshalb als eigenständiges Thema – getrennt vom Surfpark-Verfahren.

Beteiligung am Masterplan · August 2021

Warum BIENE aus dem Masterplanprozess ausstieg

BIENE unterstützte die Weiterentwicklung des Elfrather Sees, kritisierte aber die fehlende gleichwertig ausgearbeitete Entwicklungsvariante ohne Surfpark. Die Stadt widersprach dieser Bewertung und verwies auf die formale und zeitliche Eigenständigkeit des Masterplans.

Position von BIENE

Aus Sicht der Initiative war der Beteiligungsprozess nicht ausreichend ergebnisoffen, weil der Surfpark bereits als parallel verfolgtes Projekt in die Entwicklung des Areals einbezogen wurde.

Was die Unterlagen zeigen

Beides lässt sich voneinander unterscheiden: Formal liefen Masterplan und Surfparkverfahren getrennt. Gleichzeitig bezeichnete die Verwaltung den Surfpark selbst als „Initialzündung“ und beide Vorhaben als eng bzw. unmittelbar verbunden. Eine gleichwertig ausgearbeitete räumliche Masterplan-Variante ohne Surfpark ist in den von BIENE geprüften öffentlichen Unterlagen bislang nicht dokumentiert.

Wichtig: Daraus folgt nicht, dass der Masterplan heute vom Surfpark abhängig ist. Die Stadt stellt inzwischen ausdrücklich klar, dass Masterplanmaßnahmen auch ohne Umsetzung des Surfparks weitergeführt werden können.

Umgesetzte Fitnessanlage am Elfrather See

Weiterentwicklung ist nicht gleich Surfpark

BIENE ist nicht gegen eine Weiterentwicklung des Elfrather Sees. Entscheidend sind öffentliche Zugänglichkeit, Naturverträglichkeit und die Auswirkungen einzelner Maßnahmen.

Was sagen die öffentlichen Unterlagen?

In Krefelder Beratungsunterlagen aus 2025 wurde festgehalten, dass aus dem Masterplan selbst kein Planungserfordernis für den Surfpark erwächst und die Reaktivierung des Areals unabhängig von einer Surfparkrealisierung befürwortet wird. In einer öffentlichen Niederschrift wurde zudem ausgeführt, dass der Masterplan ohne Surfpark auf Basis bestehender Bebauungspläne umgesetzt werden könne. Diese Aussagen beziehen sich auf den damaligen Beratungs- und Planungsstand.

Vom Zukunftsworkshop 2015 zum heutigen Masterplan

Der heutige Masterplan beginnt inhaltlich nicht bei null. Bereits die Zukunftswerkstatt 2015 beschäftigte sich mit der Weiterentwicklung des Elfrather Sees. Damals wurden unter anderem Wasserqualität und Algen, Gänse, Pflege und Müll, Wege und Fahrradanbindung, Infrastruktur, Angebote für Kinder sowie der Erhalt und die Aufwertung des Badesees thematisiert. Der spätere Masterplan greift ausdrücklich auf diese Vorarbeiten zurück.

Zukunftswerkstatt

Probleme und Entwicklungswünsche für Badesee und Gesamtareal werden gesammelt – darunter Wasserqualität, Algen, Gänse, Pflege, Wege und Freizeitangebote.

Auftrag für den Masterplan

Der Sportausschuss beauftragt die Verwaltung mit einem neuen Masterplan für den Erholungs- und Sportpark.

Beteiligung – und Rückzug von BIENE

BIENE beteiligt sich zunächst am Masterplanprozess, kündigt im August 2021 jedoch den Rückzug an. Hintergrund ist insbesondere die aus Sicht der Initiative fehlende gleichwertige Entwicklungsalternative ohne Surfpark. Die Stadt weist diese Bewertung zurück und betont die formale Eigenständigkeit des Masterplans.

Workshops und Maßnahmen

Workshops und Beratungen konkretisieren Maßnahmen für Sport, Bewegung, Wege, Aufenthaltsqualität und Badesee. Der BUND hatte sich nach Angaben der Stadt bereits vor dem ersten Workshop aus umweltpolitischen Gründen zurückgezogen.

Erste größere Umsetzungen

Neue Bewegungsräume werden umgesetzt; weitere Bausteine, darunter die Reaktivierung des Badesees, bleiben eigene Masterplan-Themen.

Eine nachvollziehbare Langzeitfrage

Viele Themen des heutigen Masterplans wurden bereits 2015 benannt. Deshalb dokumentiert BIENE künftig auch: Was wurde seit 2015 umgesetzt, was ist weiterhin offen und warum bestehen einzelne damals bereits genannte Probleme – etwa bei Wasserqualität, Algen oder Aufenthaltsqualität – weiterhin?

Weitere Einordnung des Beteiligungsprozesses 2021

BIENE beteiligte sich zunächst am Beteiligungsprozess zum Masterplan. Im August 2021 kündigte die Bürgerinitiative an, die weitere Mitarbeit nicht fortsetzen zu wollen. Ein wesentlicher Kritikpunkt war aus Sicht von BIENE, dass der Surfpark im laufenden Entwicklungsprozess bereits als festes Parallelprojekt behandelt wurde und keine gleichwertig ausgearbeitete räumliche Masterplan-Variante ohne Surfpark erkennbar war.

Position von BIENE

BIENE unterstützte eine Weiterentwicklung des Elfrather Sees grundsätzlich, wollte aber eine ergebnisoffene Betrachtung des gesamten Areals einschließlich einer Entwicklungsvariante ohne Surfpark. Der Rückzug richtete sich deshalb nicht gegen einen Masterplan als solchen.

Position der Stadt

Die Stadt bedauerte den Rückzug und bezeichnete den Beteiligungsprozess als offen und transparent. Sie verwies darauf, dass Masterplan und Surfpark formal in getrennten Verfahren liefen und der Masterplan zeitlich nicht vom Bauleitplanverfahren des Surfparks abhängig gemacht werden sollte.

Was zeigen die späteren Unterlagen?

Die beiden Sichtweisen betreffen unterschiedliche Ebenen. Formal und zeitlich wurde der Masterplan als eigenständiger Prozess geführt. Gleichzeitig bezeichnete die Verwaltung den Surfpark in früheren Unterlagen selbst als „Initialzündung“ für die Entwicklung und beide Vorhaben als eng beziehungsweise unmittelbar miteinander verbunden. Im Naturschutzbeirat wurde 2022 ausdrücklich kritisiert, dass keine Alternativplanung ohne Surfpark entwickelt worden sei. Eine gleichwertig ausgearbeitete räumliche Masterplan-Variante ohne Surfpark ist in den von BIENE geprüften öffentlichen Unterlagen bislang nicht dokumentiert.

Heute gilt: Die Stadt stellt ausdrücklich klar, dass der Masterplan grundsätzlich auch ohne Umsetzung des Surfparks weitergeführt werden kann. Deshalb trennt BIENE beide Vorhaben auf dieser Website bewusst.

Badesee und Surfpark sind getrennte Projekte

Die Reaktivierung des Badesees ist ein Baustein des städtischen Masterplans. Der Surfpark ist dagegen ein separates privatwirtschaftliches Vorhaben auf einer anderen Fläche. Die öffentlichen Beratungsunterlagen halten fest, dass die Masterplanentwicklung beziehungsweise die Badesee-Reaktivierung nicht von einer Realisierung des Surfparks abhängig gemacht werden muss.

Was BIENE dokumentiert

Bereits umgesetzte Maßnahmen, weitere Zeitpläne, Eingriffe, Wegeführungen, Sport- und Freizeitangebote sowie die tatsächliche Nutzung vor Ort.

Quellen

Der Masterplan wird vor Ort sichtbar

Neue See.Park-Stelen informieren inzwischen über Wege, Aktivitäten, Regeln und die Entwicklung des Elfrather Sees. Auf der Beschilderung werden unter anderem drei zusätzliche Bewegungsräume genannt: inklusiver Sporttreff, Fitnessstraße und Vereinstreffpunkt. Die Stadt beschreibt diese Angebote als kostenfrei nutzbar.

Neue See.Park-Stele mit Informationen zum Masterplan Elfrather See
Informationen zum Masterplan und zu neuen Bewegungsräumen.
See.Park-Krefeld-Stele mit Wege- und Aktivitätenplan
Wege- und Aktivitätenplan des öffentlichen See.Parks.

Masterplan und Surfpark bleiben getrennt

Die Weiterentwicklung des öffentlichen See.Parks ist nicht mit dem privat betriebenen Surfpark gleichzusetzen. BIENE dokumentiert deshalb beide Vorhaben auf getrennten Seiten und verknüpft sie nur dort, wo es sachliche Überschneidungen gibt.

Zuletzt redaktionell aktualisiert: 27.09.2026. Aussagen anderer Beteiligter werden als solche gekennzeichnet. Wo der Stand offen ist, bleibt er als offen markiert.